Was die Haustür Förderung 2026 nach der BAFA-Reform noch bringt
Die Haustürförderung 2026 hat sich seit dem 21. Juli grundlegend verändert, auch wenn viele Ratgeber im Netz das bisher nicht nachvollzogen haben. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am 8. Juli eine Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude beschlossen, die neuen Richtlinien wurden am 17. Juli veröffentlicht und gelten seither verbindlich für alle Anträge beim BAFA. Für Hausbesitzer, die ihre alte Haustür gegen eine energetisch bessere Tür austauschen wollen, bedeutet das vor allem eine Sache. Der Grundzuschuss von 15 Prozent bleibt bestehen, doch der Bonus, der bisher aus 15 schnell 20 Prozent gemacht hat, funktioniert jetzt anders. Wer nur die Haustür tauscht und keine größere Sanierung plant, bekommt unter Umständen spürbar weniger als noch im Juni. In diesem Artikel erfährst du, was sich konkret geändert hat, welche technischen Anforderungen deine neue Tür erfüllen muss und wie sich die Förderung mit einer Rubner Klimahaustür aus unserem Sortiment sinnvoll ausschöpfen lässt.
Das hat sich am 21. Juli bei der Haustür Förderung 2026 geändert
Seit der Reform gibt es drei neue Fassungen der Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG. Eine für Wohngebäude, eine für Nichtwohngebäude und eine für Einzelmaßnahmen. Der Austausch einer Haustür fällt unter die Einzelmaßnahmen, für die weiterhin das BAFA zuständig ist. Die KfW bleibt dagegen für den Heizungstausch verantwortlich. An dieser Zuständigkeit ändert die Reform nichts.
Der iSFP-Bonus wirkt jetzt anders
Wer für seine Sanierung bereits einen individuellen Sanierungsfahrplan hat, kurz iSFP genannt, kannte bisher die Faustregel 15 Prozent Grundförderung plus 5 Prozent Bonus ergibt 20 Prozent. Diese Rechnung galt für die gesamte förderfähige Investitionssumme, egal ob sie 4.000 oder 25.000 Euro betrug. Seit dem 21. Juli greift der Bonus nur noch für den Teil der Kosten, der über 30.000 Euro liegt. Eine einzelne Haustür allein erreicht diese Summe in aller Regel nicht. Damit bleibt es für die meisten Türtausch-Projekte bei den 15 Prozent Grundförderung, selbst wenn bereits ein iSFP vorliegt. Ein individueller Sanierungsfahrplan ist übrigens ein von einem zertifizierten Energieberater erstelltes Konzept, das die sinnvolle Reihenfolge einzelner Sanierungsschritte am eigenen Haus festlegt.
Was unverändert bleibt
Die Grundförderung von 15 Prozent der förderfähigen Kosten gilt weiter, ebenso die Obergrenze der förderfähigen Ausgaben für ein Einfamilienhaus von 30.000 Euro pro Jahr ohne iSFP beziehungsweise 60.000 Euro mit iSFP. Bei Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten gelten für jede weitere Einheit gestaffelt niedrigere Grenzen, das betrifft die meisten unserer Kunden mit Einfamilienhaus aber nicht. Auch die technischen Anforderungen an die Tür selbst hat die Reform nicht angetastet. Wer vor dem 21. Juli bereits einen Antrag mit fertiger technischer Projektbeschreibung gestellt hatte, wird noch nach den alten, günstigeren Bedingungen geprüft. Für alle späteren Anträge gelten ausnahmslos die neuen Regeln.
So viel bringt der Zuschuss für deine neue Haustür konkret
Ein Rechenbeispiel macht den Unterschied greifbar. Bei förderfähigen Kosten von 5.500 Euro für Tür und fachgerechte Montage ergeben 15 Prozent Grundförderung einen Zuschuss von 825 Euro. Da die Summe weit unter der 30.000-Euro-Marke liegt, greift der Bonus nicht, selbst mit iSFP nicht. Vor der Reform hätte derselbe Fall mit iSFP 20 Prozent und damit 1.100 Euro gebracht, also 275 Euro mehr.
Anders sieht es aus, wenn die Haustür Teil eines größeren Sanierungspakets ist. Kombinierst du den Türtausch mit neuen Fenstern und erreichst dabei zusammen 35.000 Euro förderfähige Kosten, greift die Grundförderung von 15 Prozent auf die vollen 35.000 Euro, das sind 5.250 Euro. Der Bonus von 5 Prozent wirkt zusätzlich auf die 5.000 Euro oberhalb der Schwelle, also weitere 250 Euro. Unterm Strich stehen dann 5.500 Euro Zuschuss, was rechnerisch knapp 15,7 Prozent der Gesamtsumme entspricht und damit deutlich unter den früheren 20 Prozent bleibt. Wer bündelt, holt also mehr heraus als bei einer einzelnen Maßnahme, erreicht aber die alten Werte trotzdem nicht mehr.
Diese Voraussetzungen muss deine neue Haustür erfüllen
Damit das BAFA einen Zuschuss bewilligt, muss die neue Tür einige technische und formale Kriterien erfüllen. Die wichtigsten im Überblick.
Der Ud-Wert der Tür, also der Wärmedurchgangskoeffizient, darf höchstens 1,3 W/(m²K) betragen. Je niedriger dieser Wert, desto weniger Wärme geht über die Tür verloren. Die Tür braucht eine CE-Kennzeichnung nach der europäischen Produktnorm DIN EN 14351-1. Der Einbau muss durch einen zertifizierten Fachbetrieb erfolgen. Eigenleistung beim Einbau selbst ist von der Förderung ausgeschlossen. Nach der Montage bestätigt der Fachbetrieb mit einer Fachunternehmererklärung, dass die Tür fachgerecht eingebaut wurde und die geforderten Werte einhält. Die Bezahlung muss unbar erfolgen, also per Überweisung, nicht in bar.
So läuft die Antragstellung ab
Anders als bei manchen Förderprogrammen kannst du den Antrag für die Haustür Förderung 2026 nicht selbst beim BAFA stellen. Ein zertifizierter Energieeffizienz-Experte reicht die sogenannte technische Projektbeschreibung für dich ein und beschreibt darin die geplante Maßnahme mit den erwarteten Ud-Werten. Wichtig ist die Reihenfolge. Der Antrag muss gestellt sein, bevor du einen Vertrag mit dem Fachbetrieb unterschreibst oder Material bestellst. Wer schon vorher verbindlich beauftragt, verliert den gesamten Förderanspruch, ohne Ausnahme. Ein Vertragsabschluss unter der aufschiebenden Bedingung, dass die Förderung bewilligt wird, ist dagegen erlaubt und in der Praxis üblich. Nach Abschluss der Arbeiten reichst du Rechnung, Zahlungsnachweis und Fachunternehmererklärung als Verwendungsnachweis ein, danach überweist das BAFA den Zuschuss direkt auf dein Konto.
Warum sich eine Kombination mit anderen Maßnahmen lohnt
Wer ohnehin plant, in den nächsten Jahren auch Fenster zu tauschen oder die Fassade zu dämmen, sollte diese Schritte mit dem Energieeffizienz-Experten gemeinsam durchdenken. Bündelst du mehrere Einzelmaßnahmen in einem gemeinsamen Antrag und überschreitest dabei die 30.000-Euro-Marke, wirkt der Bonus zumindest auf den übersteigenden Betrag. Wichtig dabei ist, dass die Kosten aus mehreren getrennten Anträgen im selben Jahr nicht zusammengezählt werden. Nur was gemeinsam in einem Antrag landet, zählt für die Schwelle. Für Interessierte, die ausschließlich an der Haustür etwas ändern wollen, lohnt sich diese Überlegung selten, denn ein einzelner Türtausch kommt kaum in die Nähe der Schwelle. Ab dem ersten Quartal 2027 ist außerdem ein zusätzlicher Bonus für besonders sanierungsbedürftige Gebäude geplant, der jedoch ausdrücklich nur für Dämmmaßnahmen an Wand, Dach und Boden gilt und Fenster sowie Türen ausklammert. Wer auf diesen Bonus für die Haustür wartet, wartet vergeblich.
Die Rubner Klimahaustüren bei Holz Stengel erfüllen die neuen Anforderungen
Bei Holz Stengel führen wir seit Jahren die Klimahaustüren ECO 100 von Rubner aus Südtirol, die auf eine Kombination aus Massivholz und Kork setzen und dabei nach der europäischen Norm EN 14351-1 zertifiziert sind. Kork wirkt hier als Dämmstoff und verbessert zugleich die Formbeständigkeit der Tür bei wechselnder Witterung. Für unsere Kunden bedeutet das eine Tür, die grundsätzlich für die Förderung geeignet ist. Ergänzend führen wir Türen der Marke Köhnlein, deren Ud-Werte je nach Modell zwischen 1,30 W/(m²K) beim Einstiegsmodell Köha65 und 0,69 W/(m²K) bei der KöhaTherm100 liegen, letztere also mit deutlichem Abstand unter der geforderten Grenze. Da unser eigenes Montageteam den Einbau übernimmt, stellen wir die für den Verwendungsnachweis nötige Fachunternehmererklärung direkt aus eigener Hand aus, ohne Umwege über Dritte.
Fazit
Die Haustür Förderung 2026 gibt es weiterhin, doch seit dem 21. Juli greift der zusätzliche Bonus nur noch bei größeren Sanierungssummen über 30.000 Euro. Für den reinen Türtausch bedeutet das in der Praxis meist 15 statt 20 Prozent Zuschuss. Entscheidend bleiben ein Ud-Wert von höchstens 1,3 W/(m²K), der Einbau durch einen Fachbetrieb und ein Antrag über einen Energieeffizienz-Experten, der vor jedem Vertragsabschluss gestellt sein muss. Ob sich eine Bündelung mit weiteren Maßnahmen für dich lohnt, hängt von deinen ohnehin geplanten Sanierungsschritten ab. Bei Fragen zu förderfähigen Türmodellen oder zur passenden Kombination aus Tür und Montage beraten wir dich gern in unserem Showroom in Altötting oder in einem persönlichen Gespräch.

